Paare

IFS-Arbeit mit Paaren

Bitte lesen Sie zuerst diese Seite, bevor Sie fortfahren, sonst fehlt Ihnen der Verständnishintergrund!

Streitende Paare

Bei Paarkonflikten reagiert ein Anteil A der einen Person auf Anteil B der anderen. In der Regel reagieren Beschützeranteile aufeinander, so dass die Situation oft in einen Streit und gegenseitige Vorwürfe mündet. Hier ist es wichtig, dass beide Partner besser verstehen, welche eigenen Anteile an Streitsituationen beteiligt sind, und selber die Verantwortung für diese Anteile übernehmen, anstatt dem Partner die Schuld zuzuweisen. Da diese streitenden Beschützeranteile durch frühere Verletzungen entstanden sind, sind zusätzlich zu Paargesprächen Einzelgespräche bei einem oder bei beiden Partnern sinnvoll. Besonders dann, wenn das Vertrauen (noch) nicht ausreicht, dem anderen die eigenen verletzten Seiten (verbannten Anteile) zu zeigen. Für Anteile sprechen zu lernen, ist für viele Paare ein wichtiger erster Schritt, um mit ihren Beschützeranteilen nicht ganz identifiziert zu sein.

Entfremdete Paare

Bei diesen Paaren befindet sich meist einer der Partner (oder beide) in einem Rückzugsmodus. D.h. er oder sie äußert seine / ihre Bedürfnisse nicht (mehr). Hier stehen oft verbannte enttäuschte Anteile mit Mangel im Hintergrund, und der Partner wird angeklagt, zu wenig zu geben (Verständnis, Liebe, Hilfsbereitschaft, Erotik usw). Der anklagenden Partner kann den Blick auf die Anteile mit frühen Mangel- und Verletzungserfahrungen richten und anfangen, diesen Anteile selbst mitfühlend und liebevoll zu begegnen. Dies entlastet den angeklagten Partner, der sich oft aus einem unbewussten Überlastungsgefühl zurück gezogen katte. So wird eine langsame Annäherung wieder möglich. Auch bei diesen Paaren sind zusätzlich zu Paargesprächen häufig Einzelgespräche bei einem oder bei beiden Partnern sinnvoll.

Wenn das Vertrauen bei beiden Partnern da ist, können die Einzelgespräche auch bei mir statt finden.